Rohstoffe als Geldanlage

Geldanlage trotz Finanzkrise?
Gerade in Krisenzeiten werden die klassischen Geldanlagen sehr kritisch betrachtet. Die Aktienkurse vieler Unternehmen befinden sich im freien Fall, auch mit Wertpapierfonds und Sparverträgen sind nicht gerade Traumrenditen zu erzielen. Der Rohstoffmarkt dagegen erlebt einen Boom wie schon lange nicht mehr. Die Preise für Gold, Kupfer, Öl, Zucker oder Kaffee erreichen ein Höchstniveau. Was also liegt näher, als in etwas greifbares, also Rohstoffe als Geldanlage zu investieren? Vielen Menschen erscheint das Handelsgeschehen auf den Weltmärkten für Rohstoffe wesentlich nachvollziehbarer als der Aktienhandel auf dem Börsenparkett. Demzufolge wird gerade in Krisenzeiten lieber in etwas Handfestes investiert als in fragwürdige Papiere.

Woher kommt dieser Boom?
Erstaunlich ist der Preisanstieg an den Rohstoffmärkten schon. Denn die großen westlichen Volkswirtschaften befinden sich in der Rezession und in der Vergangenheit folgten auch die Rohstoffpreise dieser Marktentwicklung. Zurzeit stellt sich die Marktsituation aber ganz anders dar, denn die Schwellenländer, allen voran China und Indien, drängen sich als Abnehmer auf den Markt. Der Aufbau der Infrastruktur vor Ort führt zu einer stark gestiegenen Nachfrage nach Rohstoffen, vor allem Kupfer ist aufgrund der zahlreichen Bauaktivitäten so gefragt wie noch nie. Gegenläufig zu der starken Nachfragesituation gibt es aber in vielen Förderländern eine Angebotsverknappung, da die Förderstätten wegen Naturkatastrophen oder politischer Unwägbarkeiten ihre Kapazitäten nicht mehr erfüllen. Natürlich lässt dies die Preise noch weiter ansteigen und macht Rohstoffe als Geldanlage sehr attraktiv.

Rohstoffe als Geldanlage – auch für Privatanleger?
Gerade für Privatanleger bieten Rohstoffe als Geldanlage gute Chancen auch mit kleineren Investments am derzeitigen Boom teilzuhaben. Wer einige Goldmünzen und Unzen Silber erwirbt und in sein Schließfach legt, hat eine greifbare Wertanlage, die auch im Falle eines Börsencrashs noch handelbar ist. Wer sein Investment lieber auf mehrere Rohstoffe verteilen möchte, da er die starken Preisschwankungen oder das Risiko einer Einzelwertanlage scheut, ist mit Rohstofffonds, die von verschiedenen Bankhäusern angeboten werden, gut beraten. Hier gibt es Fonds, die in einzelne Unternehmen investieren und an deren Gewinnentwicklung partizipieren oder Fonds, die direkt an den Terminmärkten in einzelne Rohstoffe investieren.