Unfallgefahr ist allgegenwärtig
Leider stehen Unfälle in der Reihe der Schadensereignisse noch immer ganz vorn. Eine gewisse persönliche Vorsicht kann zwar helfen, aber plötzlich auftretende Ereignisse überfordern leider auch so manchen "Schutzengel", insbesondere wenn körperliche Tätigkeiten an der Tagesordnung sind.
Unfallversicherung schützt vor finanziellen Folgen eines Unfalls
Natürlich schützt eine Unfallversicherung nicht vor dem Unfall selbst. Doch damit zu den Schmerzen nicht noch finanzielle Probleme dazukommen, sollte man eine Unfallversicherung abgeschlossen haben, die zu den eigenen Lebensumständen passt.
Im Versicherungsfall erhält man aus der Unfallversicherung eine Einmalzahlung, mit der man sofort notwendige Änderung im praktischen Leben finanzieren kann. Das beginnt bei der Anschaffung von Hilfsmitteln, die Krankenversicherung und Rentenversicherung nicht zahlen und geht hin bis zum rollstuhlgerechten Umbau der Wohnung. Ist die Versicherungssumme entsprechend höher, hilft sie weiterhin auch laufende Einschränkungen zu kompensieren.
Genau auf die Versicherungsbedingungen achten
Es empfiehlt sich, sehr genau auf die Versicherungsbedingungen zu achten. In der sogenannten Gliedertaxe erkennt man, welchen Anteil an der Versicherungssumme man erhält, wenn ein Teil des Körpers durch Unfall funktionsuntüchtig wird. Das Maß der eingetretenen Invalidität drückt sich im Invaliditätsgrad aus.
Dieser Invaliditätsgrad ist dann auch von Bedeutung, wenn es um die Progression in der Versicherungsleistung geht. Es gibt Unfallfolgen, die zwar schmerzlich sind, jedoch das tägliche Leben nicht wesentlich beeinträchtigen. Der Verlust des kleinen Fingers beispielsweise wiegt weniger schwer als der einer ganzen Hand. Handelt es sich um einen schwerwiegenden Verlust, bieten die Unfallversicherungen Progressionsstaffeln an. Das heißt, die Versicherungssumme vervielfacht sich, wenn ein bestimmter Invaliditätsgrad erreicht wird. Wichtig ist in diesem Falle, dass die Progression früh genug einsetzt, beispielsweise bereits bei 30% Invalidität.
Ansonsten gilt wie bei jeder Versicherung auch für Unfallversicherungen: die beste ist noch immer die, die man nie in Anspruch nehmen muss.